BB vom 03.01.2002
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Instrument: Starfire 130 EDF (Apochromat 130/780mm)

Datum: 3. Januar 2002

Okulare: LV 30mm, Pentax XL 28mm, Nagler 9mm

Filter: UHC, O III

Deep-Sky Objekte: M 35, NGC 2158, M 34, M 76 (“kleiner Hantelnebel”),  NGC 1023, Californianebel, M 42/43, M 78

Bedingungen:

  • Temperatur: ca. -6°C
  • Seeing: durchschnittlich bis schlecht
  • Durchsicht: ca. 5,3 mag

Bevor das Spechteln beginnen konnte, musste erst mal der Weg zum Beobachtungsplatz freigeschaufelt werden (!). Nachdem die betage Schippe (gehörte zum Hauszubehör) bei den Schneebergen nach 5 Metern ihren Geist aufgab und sich in Einzelteile zerlegte, musste ich kurzerhand umdenken und mit einem  Spaten weiter machen. (Anmerkung: Mittlerweile wurde eine neue Schippe bei einem bekannten  Baumarkt erworben.) Dann konnte es losgehen...

Hier nur einige Beobachtungen:

1) M 76 im Perseus (10,1 mag, 1´, 4.000 Lj)

Mit  dem XL 28mm konnte ich M 76 per Starhopping als winziges Nebelchen erkennen. Mit  dem 9mm Nagler (86fach) erscheint M 76 eindeutig als längliches Objekt mit Helligkeitskonzentrationen an den Kanten. Mit Filtereinsatz (O III) sind wesentlich mehr Strukturen erkennbar und das Objekt zerfällt u.a. in zwei  “Kerne”, die durch einen dunkleren Bereich getrennt sind. Nachteil des Filters: Es sind fast keine Sterne mehr zu sehen.

2) NGC 1023 im Perseus (9,3 mag, 4`x1,5`, 45 Mio Lj)

Ausgehend von Algol und 16 Per liegt die Galaxie am Ende einer Kette von zwei Sternen, ein bisschen an M 31 im kleinen Sucher erinnernd. Mit dem 9mm Nagler erscheint NGC 1023 länglich mit einem hellen, ovalen Kernbereich und einem schwächeren ovalen Halo. Schönes Objekt!

3) Californianebel (NGC 1499, 1.500 Lj)

Eine harte Nuss, aber mit dem LV 30mm + UHC (O III ist ungeeignet, da überwiegend H ß) konnte ich sie knacken. Durch Vergleich mit der Karte des Uranometria und durch das Schwenken des Teleskops konnte ich eine schwache hell-dunkel Barriere ausmachen - eindeutig der Californianebel! Muss ich  unbedingt unter besseren Bedingungen (Sauerland) und mehr Öffnung wiederholen.

4) NGC 2174 im Orion (40´ x 30´)

Mit  dem LV 30mm + UHC erscheint NGC 2174 in einem sternreichen Bereich als  rundliches Objekt um einen 7,5 mag hellen Stern herum. Die Nebelmasse erscheint  jedoch nicht scharf begrenzt.

5) Orionnebel (3,5 mag, 1.400 Lj)

Das  Paradeobjekt, unbeschreibliche Strukturvielfalt, einfach immer wieder ein Genuss! Das eigentlich Highlight war jedoch folgendes: Bei der Beobachtung mit dem 9mm Nagler flog ein Flugzeug direkt durch das Gesichtsfeld und durch den Kondensstreifen kam es zu einer teilweisen Verfinsterung des Orionnebels.  Nachdem die Extinktion wieder nachließ, bewegten sich - durch die Höhenwinde - die Kondensstreifen wellenförmig über den Orionnebel hinweg. Man hatte den Eindruck, der ganze Nebel befände sich in Bewegung, einfach ein unglaublicher  Anblick!

Diese wunderschöne Beobachtungsnacht wurde jäh durch den Aufgang des Mondes kurz vor 22 Uhr beendet. Das Seeing war zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut, daher erübrigte sich eine Planeten bzw. Mondbeobachtung. Trotzdem war dies eine wunderschöne Beobachtungsnacht, die einfach viel Spaß gemacht  hat!

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