BB vom 09.11.2002
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Instrument: ED 114 SS

Okulare: Pentax XL 28mm (21fach, AP 5,3), 9mm Nagler (66fach, AP 1,7), Pentax XL 5,2mm (115fach, AP 1,0)

Grenzgröße: 5,5 mag

Seeing: 2

Zunächst sah es überhaupt nicht nach einer Astronacht aus. Nachmittags gab es zwar ein paar Wolkenlücken, aber auch ein heftiger  Regenschauer kam schon mal herunter. Gegen 18 Uhr sah es dann zwar nach einer klaren Nacht aus, aber - wie schon in den letzten Wochen - zog es sich wieder komplett zu. Gegen 21.30 Uhr wagte ich noch mal einen Blick Richtung Himmel und - siehe da - die Wolken hatten sich verzogen und es zeigt sich ein für meinen Beobachtungsplatz sehr transparenter Himmel. Die Milchstraße war gut vom Schwan bis in den Fuhrmann zu verfolgen. Auch der Orion ging schon auf und kündigte damit den nahen Winter an. Mit meinem 15 x 70 Feldstecher machte ich zunächst eine “Messier-Tour” (M 31, 32, 110, 33, 39, 35, 36-38, 42, 43 usw.), aber auch ein paar “NGC`s” standen auf dem Programm (u.a. NGC 7000 - zumindest Mittelamerika erschien leicht nebelig - weiter ging es u.a. mit NGC 2158 bei M 35 ). Es war schön, einfach mal mit einem Feldstecher ein paar Streifzüge über den Himmel zu machen, gerade das binokulare Sehen ist sehr entspannend.

Obwohl es doch recht kalt war und ein Abend vor dem Fernseher auch verlockend klang, packte mich der Astrovirus mal wieder und ich holte schwereres  Geschütz. Diesmal sollte mein Vixen ED 114 SS mir die  Wunder des Sternenhimmels zeigen. Ganz ohne den Ballast der Astrofotografie, denn es stand visuelle Beobachtung auf dem Programm. Von der Ãsthetik her ist die nadelfeine Abbildung u.a. von Sternen mit einem APO immer wieder ein Genuss. Trotz der relativ kleinen Öffnung (114mm) ist es erstaunlich, welche Beobachtungen möglich sind.

Hier nun ein paar der beobachteten Objekte:

M 33 (Gx)

Mit  dem XL 28mm zeigte sich M 33 als großes Gebilde mit Helligkeitsanstieg zum  Zentrum hin. Mit dem N 9  + O III war auch die helle H II Region NGC 604 auszumachen.

M 31 (Gx)

Mit  den beiden Begleitern, M 32 und M 110, ein immer wieder faszinierender  Anblick!

NGC 185 (Gx)

Ich  war wirklich überrascht, aber diese schöne kleine Begleitgalaxie von M 31 war recht gut direkt beobachtbar. Indirekt erschien die Galaxie oval geformt mit zentralem Helligkeitsanstieg. Interessant auch das sternreiche Umfeld.

M 76 (PN)

Dieser schöne PN (kleiner Hantelnebel) benötigt Vergrößerung! Der  beste Anblick war der mit XL 5,2 Okular + O III Filter; der Nebel zerfiel in zwei Kerne (indirekt) und bei direkter Beobachtung hatte ich den Eindruck eine Hantel zu erkennen.

Kernregion von M 42 (GN)

Mit  dem XL 5,2 + O III konnte ich richtig in den Nebel eintauchen und es zeigten  sich unbeschreiblich viele Strukturen, garniert mit nadelfeinen Sternen einfach schön.

....und dann war da noch:

Saturn

Der  Herr der Ringe hielt still und zeigte mit dem XL 5,2 Wolkenstreifen und eine  umlaufende Cassiniteilung. Die Schärfe und die Details waren sehr beeindruckend.

Jupiter

Leider noch zu horizontnah, aber die Hauptwolkenstreifen und auch Strukturen im NEB und SEB waren zu erkennen. Die beste Beobachtungsperiode kommt jedoch noch, bin schon sehr gespannt!

Zwischendurch zog auch mal eine Nebelwand durch, aber danach wurde es wieder klar. Gegen 0.30 Uhr trübte es sich jedoch endgültig ein und somit war das Ende dieser schönen, spontanen Beobachtungsnacht  gekommen...

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